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Vincent van Gogh - "Die Mühle von Wijk"
English version

 Vincent van Gogh, Dezember 1882 in einem Brief an seinen Bruder Theo

 

 

Es ist ein Gemälde, das nicht nur durch seinen Maler, sondern ebenso durch seine einzigartige Geschichte zu begeistern weiß.
Zum Aufruf kommt „Die Mühle von Wijk“ – Ein Van Gogh nach Jacob van Ruisdael.

Erworben von der Vorbesitzerin, die das Gemälde von Ihrem Großvater, einem Leipziger Kaufmann, geerbt hat, befindet sich das Werk „Die Mühle von Wijk“ zurzeit im Privatbesitz in Schleswig-Holstein. Nun wird es versteigert – Exklusiv bei DECHOW.*

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Ein Gemälde wie kein Zweites

Es ist ein Stück Kunsthistorie, das ausgelöst durch die unübliche Art für Vincent van Gogh seine Werke mit seinem Namen „van Gogh“ zu signieren, bis heute zu kontroversen Debatten unter Sammlern führt. Doch genau diese Eigenart macht die Geschichte hinter dem Werk so faszinierend. Mithilfe spektroskopischer Analysen gingen zahlreiche Experten der Debatte auf den Grund - Das Ergebnis: Ein Original!

Und doch eine Kopie…

„Die Mühle von Wijk“, ursprünglich ein Werk von Jacob van Ruisdael um 1670, und weitere Werke van Ruisdaels fanden in Vincent van Gogh einen großen Bewunderer. So gehörte Jacob van Ruisdael zu den Künstlern, die van Gogh zu Lebzeiten, seitdem er sich für Kunst interessierte, besonders schätzte. Van Goghs Briefen zufolge hat er mindestens ein Werk van Ruisdaels selbst kopiert und mehrere Werke des Künstlers an die Wände seines Ateliers gehängt. 2

 

„…Vincent van Gogh hat hier ganz offensichtlich eine Paraphrase „der Mühle von Wijk“ entstehen lassen. Dieses konnte nur einem selbstbewussten und zugleich auch zu diesem Zeitpunkt bereits künstlerisch schon sehr selbständigen Künstler gelingen…“

– Dr. Thorsten Rodiek, Direktor der Museen für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck. 3

„…mit diesem Bild haben wir eines der frühesten erhaltenen Ölgemälde von der Hand van Goghs, wenn nicht gar das erste erhalten gebliebene überhaupt, vor uns.“

– Prof. Dr. Ulrich Kuder, Kunshistorisches Institut der Christian-Albrechts-Universität Kiel 4

 

„Nach eingehender Prüfung des Gemäldes bin ich der festen Überzeugung, dass dieses Gemälde ein echtes Bild von van Gogh ist…“

– Dr. Gerd Mettjes, Gemäldegutachter IHK Stade 5


„Das Bindemittel ist nach seinen spektroskopischen Daten durchpolymerisiert und gleichmäßig gealtert. Somit sprechen die Ergebnisse nicht gegen eine Zuordnung des Gemäldes zu Vincent van Gogh bzw. eine Datierung in die erste Hälfte der 80er Jahre des 19. Jhdts…“

– Dr. Jägers, Naturwissenschaftliche Beratung bei der Erhaltung von Kunst und Kulturgut Mikroanalytisches Labor 6

Zur Herkunft

Ein Leipziger Kaufmann versicherte der Vorbesitzerin, seiner Enkelin, das Gemälde 1904 in Paris auf dem „Petit Boulevard“ gekauft zu haben. Den Begriff „Petit Boulevard“ verwendete van Gogh erstmalig 1888 in Briefen an seinen Bruder Theo, kurz nachdem er Paris verlassen hatte. Er verwendete den Begriff, um den Teil der Pariser Kunstszene zu charakterisieren, dem er sich selbst zugehörig fühlte. Als er im Februar 1888 Paris für immer den Rücken kehrte, ließ er viele seiner Gemälde eben dort zurück u.a. im „Café du Tambourin“, dessen Besitzerin Agostina Segatori wohl eine Geliebte van Goghs war.

„Die Mühle von Wijk“ könnte auf diesem Wege ins Milieu des „Petit Boulevard“ gelangt sein und 14 Jahre nach Van Goghs Tod von eben diesem Leipziger Kaufmann günstig erworben werden. 7

Downloads

Hier finden Sie die Expertisen, Gutachten sowie die Ergebnisse der Spektroskopischen Analysen der Universität Antwerpen zum Nachlesen.

Quellen

2 - Gutachterliche Stellungnahme - Prof. Dr. Ulrich Kuder, Kunsthistorisches Institut der Christian-Albrechts-Universität in Kiel
3 - Gutachten - Dr. Thorsten Rodiek, Direktor der Museen für Kunst und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck.
4 - Gutachterliche Stellungnahme - Prof. Dr. Ulrich Kuder, Kunsthistorisches Institut der Christian-Albrechts-Universität in Kiel
5 - Gutachten zum Gemälde "Mühle von Wijk" mit Signatur "van Gogh"  - Dr. Gerd Mettjes, Kunsthistoriker/Gemäldegutachter der IHK Stade
6 - Naturwissenschaftliche Untersuchung – Dr. Jäger, Naturwissenschaftliche Beratung bei der Erhaltung von Kunst und Kulturgut Mikroanalytisches Labor
7 - Gutachterliche Stellungnahme - Prof. Dr. Ulrich Kuder, Kunsthistorisches Institut der Christian-Albrechts-Universität in Kiel

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